Freies Assoziieren bei Symptomen und Krankheiten
1. Notieren Sie die Krankheit oder das Symptom
2. Schreiben Sie spontan auf, was Ihnen dazu in den Sinn kommt. (freies Assoziieren)

Fiktives Fallbeispiel: Frau G. leidet an ihrem unregelmäßiger Puls (Herzstolpern)

Frau G. Assoziationen dazu:
Unregelmäßiger Rhythmus, unregelmäßig ve. regelmäßiger Lebensrhythmus; regelmäßige Ernährung.

Erkenntnis: Frau G. Leben ist unregelmäßig, es fehlt ihr an stabilen Rhythmen und an regelmäßiger Ernährung.

Facit: Frau G. möchte mehr Regelmäßigkeit in ihr Leben bringen. Wir erarbeiten gemeinsam, wie das konkret aussehen kann.

Hinweis:
Es gibt viele Bücher, was eine Krankheit oder ein Symptom bedeuten kann. Diese Bücher können als Anregung hilfreich sein, um zu der ganz individuellen Symbolsprache zu finden.
Manchmal hilft es mir nicht, dass ich um eine Bedeutung weiß.
Vielleicht liegt es daran, dass die Deutung, die Erkenntnis nicht von innen kam?

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Symptom in Ich-Form erzählen lassen

  1. Benennen Sie Ihr Symptom, bzw. Ihre Erkrankung.
  2. Lassen Sie das Symptom in Ich-Form erzählen (schriftlich)
  3. Erkennen Sie diese Anteile in sich.
  4. In welchen Lebensbereichen gibt es diesen Anteil in Ihnen zu viel und zu wenig?
  5. Lenken Sie die Aufmerksamkeit darauf, diese Anteile in Ballance zu bringen.

z.B. Übergewicht

“Ich bin dein Übergewicht. Ich habe Gewicht im Leben. Ich bin dick da! Ich mache mich breit. Ich bin schwer. Ich trage schwer. Ich hänge mich an dich dran. Ich lasse dich nicht los. Ich bin ab-hängig…anhänglich…eine Last? Belastet? Ich habe Angst, dass du mich loslässt, dass du mich abgibst..an andere. Ich brauche dich doch…zur Sicherheit. Ich bin dir ganz nahe. Ich schütze dich. Niemand anderer kommt dir nahe. ich bin deine dicke Haut. Ich grenze dich gut ab..als Panzer vor anderen.”

Eine mögliche Erkenntnis aus diesem Brief des Übergewichts an mich könnte sein, dass ich eine neue Form der Abgrenzung finden möchte, anstatt “stark” zu sein und alles (für andere?) zu tragen.