Aus “Psychologie des Glücks” von A. Bucher greife ich einige  – aus meiner Sicht wesentliche  – Aspekte des Glücks heraus:

1. “Ich mach dich glücklich!”

Es gibt Menschen, die viel für andere tun, um diese glücklich zu machen. Noch sind so manche Männer überzeugt, sie müssten ihre Frauen glücklich machen….und umgekehrt!? Laut Glücksforschung sei dieses Glück nicht dauerhaft. Selbst gesetzte Aktivitäten hingegen machen glücklich. Der Stolz:”Ich habe es selbst gemacht!” wirkt mehr, als die Dankbarkeit anderen gegenüber: “Du hast das für mich gemacht!” Dies bedeutet, dass Hoffen und Warten darauf, dass einem jemand anderer glücklich macht, sinnlos ist. Und es frustriert den, der glücklich machen will, weil er es nicht schafft, den anderen Menschen glücklich zu machen.

2. Glücksstreben wirkt kontraproduktiv:

Egal, ob Sie von außen oder aus sich selbst heraus, Glück anstreben, es wird sich nicht einstellen. Unter Druck können wir nicht glücklich sein. Sinnvoller dürfte es sein, für günstige Bedingungen zu sorgen, um das Glück einladen zu können. Die Redewendung “Ich habe Glück gehabt” weist auf das Schicksalshafte, Überraschende und Unberechenbare des Glücks hin.

3. Was war vorher?

Denken Sie an ein glückliches Ereignis und fragen Sie sich, was war vorher? Danach wieder: Was war vorher? immer und immer wieder was war vorher? Auf diese Weise gelangen Sie zu einem oder mehreren glücksförderlichen Komponenten. Diese einzelnen Komponenten in Zukunft mehr Raum zu schenken, mag sinnvoller sein, als das Glück selbst anzusteuern.

4. Korrelate des Glücks

Welche Korrelate für Glück gibt es? Was geht mit Glückserleben einher? Notieren Sie diese. Für mich sind es:

“Musezeiten, Erholung, Naturerleben, Achtsamkeit, Staunen, Anfängergeist, Gleichmut (nicht wertend sein), Freude, Humor, Überraschungsmomente, Ungeplantes, Fügungen (Zufälle), Sinnhaftigkeit, Entfaltung, Authentizität, Gott/Ur/Selbstvertrauen, Präsenz im Hier und Jetzt, erfüllte menschliche Grundbedürfnisse

5. Was macht mich glücklich?

Schauen Sie durch Ihre Wohnung/ihr Haus und fragen Sie jeden einzelnen Gegenstand: “Machst du mich glücklich?” Fragen Sie auch Ihre Kleider, ihre Schuhe, ihre Möbel, Vorhänge usw. Von Menschen brauchen Sie es nicht verlangen, dass Sie sich glücklich machen, von Gegenständen sehr wohl. Vermutlich erkennen Sie, wie viel Kompromisskäufe Sie getätigt haben, die Sie nicht beglücken. Vielleicht erkennen Sie, was Sie erneuern möchten. Vielleicht aber auch entdecken Sie, dass es Ihnen nicht wichtig ist, ob Sie Ihre Umgebung glücklich macht oder nicht. Die Frage ist, ob Sie sich zu Hause in Ihrer Umgebung wohlfühlen oder nicht. Die Parameter dafür bestimmen Sie selbst.

6. Macht Gesundheit glücklich?

Es dürfte wohl eher umgekehrt sein. Glück fördert die Gesundheit und verlängert nachweislich die Lebenserwartung.

7. Wovon ich spreche, das habe ich

Es mag günstig für unser Glücksempfinden sein, Worte in den Mund zu nehmen, die “von Glück sprechen”. Das, wovon wir sprechen haben wir im Leben.

  • Glück haben, etwas ist geglückt, glücklich sein, Glückskind sein, glückselig sein, Glücksmomente, Glücksempfinden, von Glück sprechen, glücksbringende Momente, Glückwunschkarte, Glücksbote, Glückstag, Glück im Unglück gehabt,..

8. Einladen und Vertrauen

Wenn ich Glück nicht planen und direkt ansteuern kann, so kann ich es zumindest einladen und mich für das Glück öffnen und zumindest an günstigen Bedingungen arbeiten. Der Rest wird wohl Glück sein, ob sich Glück einstellt oder nicht.

Vielleicht braucht es dafür eine dankbare Grundhaltung und Vertrauen in eine höhere Führung, Fügung, in Gott, die Quelle, das Leben und mich selbst?

Ich wünsche Ihnen viel Glück!