Mein neues Logo erinnert viele Menschen an das bekannte Yin-Yang-Symbol.

Doch was hat eine Psychologin mit Yin Yang zu tun? Gehört dies nicht eher der chinesischen Medizin, denn der Psychologie an?

Wussten Sie, dass der Psychoanalytiker C.G. Jung ein Fan der chinesischen Philosophie war?

Sein Ansatz, wonach wir Frauen bis zum Lebensende unseren Animus (inneren Mann) integrieren und Männer ihre Anima (innere Frau), ähnelt dem Prinzip der ineinander wirkenden und sich ergänzenden Kräfte des Yin (Anima) und des Yang (Animus).

Alltagstauglich formuliert heißt das für mich, dass es Situationen gibt, in denen es  gut ist, den “inneren Mann” (Kopf) zu Wort kommen zu lassen und solche, in denen es weise ist, auf die “innere Frau” (Bauch) zu hören. Beide Kräfte vereint führen meines Empfindens nach ins Herz….in die Mitte.

  • Die Anima-Kraft hilft uns beim Abwarten, Loslassen, Annehmen, Passiv sein, Aufnehmen, Fühlen, Empfinden, Nach innen hören, Sanft sein, in der Hingabe, im Vertrauen, in der Flexibilität, Spontaneität.
  • Die Kraft des Animus hilft uns, wenn wir uns durchsetzen möchten, etwas ausdrücken wollen, tätig werden, aktiv sein, etwas an- und aussprechen, mutig sein, strukturiert sein, rational sein, wenn wir planen wollen und uns abgrenzen.

Beide Kräfte sind gut, beide sind wichtig, beide sind sowohl in Männern als auch Frauen zu Hause und warten darauf, gebraucht zu werden.

Beide Kräfte haben auch ihre unerlösten Seiten. Diese zeigen sich dann, wenn der Fluss und die Verbindung zwischen den Kräften stockt oder verloren gegangen ist.

Dann wird die gemütliche Anima zur faulen Anima. Dann wird der aktive Animus zum aggressiven Animus usw.

IMG_0030Beim Familienbrett spiegelt sich dieser Ansatz interessanter Weise in den Figuren.

Die runden stehen für die Anima, die eckigen für den Animus…in uns allen!